Silvester in Barcelona

Meine Freundin und ich hatten uns Mitte des Jahres dazu entschieden Silvester nicht normal Zuhause zu feiern, sondern dafür extra zu verreisen. Da ich eh kein großer Fan von Silvester bin, war dies eine schöne Möglichkeit einen Städtetrip mit einer extra Portion Mädelstime zu verbinden. Geflogen sind wir recht günstig mit easyjet. Circa ein halbes Jahr vorher gebucht kamen wir mit etwas mehr als 100€ hin und zurück. Für die Unterkunft entschieden wir uns für ein AirBnB. Dieses war verhältnismäßig günstig, kann ich allerdings aufgrund des Schnittes der Wohnung nicht empfehlen. Wir hatten unser Zimmer nämlich direkt in der Wohnung des Vermieters. Der Wohnraum des Vermieters war bloß durch einen Pavillon getrennt. Preislich top, Privatsphäre eher fast gleich null.

Vom 30.12.-02.01.19 freuten wir uns also auf eine tolle Zeit in einer wunderschönen spanischen Stadt.

Nachdem wir gegen Mittag gut gelandet sind, konnten wir auf direktem Wege vom Flughafen aus mit dem Bus in die Innenstadt fahren. Der Bus ist dabei wirklich nicht zu übersehen und kostet für einen Weg 5,90€. Alternativ kann die Innenstadt natürlich auch mit einem Taxi erreicht werden. Dies haben wir allerdings nicht als notwendig angesehen.

Da wir recht früh dran waren, haben wir das Airbnb nur kurz genutzt, um uns umzuziehen und sind anschließend direkt zum Touriprogramm übergangen.

Sehenswürdigkeiten in Barcelona

La Rambla und La Boquería Mercat

Unser Airbnb lag direkt an der „La Rambla“, über die wir liefen, um das spanische Flair zu genießen. Direkt an der „La Rambla“ gelegen befindet sich „La Boquería Mercat“. Dieser Markt ist in einer großen Halle gelegen. Die Einheimischen gehen hier regelmäßig einkaufen. Kein Wunder: Es gibt auf dem Markt alles, was man braucht. Von zig verschiedenen Sorten frischem Obst bis hin zu Fleisch ist alles verfügbar. Einmal darüber laufen lohnt sich auf jeden Fall. Absolutes Must-Have ist es dabei meiner Meinung nach einen frisch gepressten Saft an einem der Stände zu trinken.

Bereits in Deutschland hatten wir drei Touren im Internet vorgebucht. Dies würde ich jedem auch empfehlen zu tun. Zu unseren To Dos gehörten daher: Das Casa Batlló, die Sagrada Familia und der Park Güell. Zwei der Attraktionen haben wir über „getyourguide“ gebucht. Über die Webapp war es super einfach die Tickets zu buchen. Einzig für den Park Güell waren wir zu spät dran und haben die Tickets daher direkt im Internet über den direkten Anbieter gebucht. Die Tickets hatten wir ganz bequem auf dem Handy, konnten uns damit Papier sparen und mussten diese an der jeweiligen Sehenswürdigkeit nur vorzeigen.

Das “Casa Battló”

Erster Stop war für uns das Casa Battló. Bereits von außen ist die Hausfassade wunderschön anzuschauen. Lediglich die vielen Menschenmassen davor machten es schwer ein Foto zu machen und auch drinnen war es manchmal schwer ein ruhiges Plätzchen zu finden. Begeistert war ich allerdings davon, dass sowohl bei den Tickets für das Casa Battló als auch der Sagrada Familia Audioguides mit dabei waren. Diese waren interessant und nicht zu überladend gestaltet sowie sehr informativ. Die Ideen des Architekten Gaudí wurden schön dargestellt und machten mich sehr neugierig immer weiteres zu erfahren.

Die “Sagrada Familia”

Die Sagrada Familia besuchten wir am 01.Januar und hatten dabei noch Glück mit den Tickets. Aufgrund des Neujahrestages hatte die Kirche nämlich nur bis um 14 Uhr auf. Ein Besuch ist ein absolutes Muss! Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie eine derart wunderschöne Kirche gesehen! Erneut war ich ganz begeistert von all den Ideen, die Gaudí in sein unvollendetes Meisterwerk gesteckt hat. Die Mittagszeit war toll, um die Kirche zu besuchen, dass die Sonne einen Gang der Kirche komplett in ein grün-gelbes Farbenmeer verwandelt hat. Auch die Decke lohnt einen Blick: Die Kirche ist insgesamt sehr naturalistisch angehaucht und soll den Eindruck eines Waldes vermitteln. Sehr gespannt bin ich, ob die Kirche im Jahr 2026 passend zu Gaudís 100tem Todestag tatsächlich fertig gestellt werden wird.

Der Park Güell

Daneben haben wir uns den Park Güell angeschaut, welcher um diese Jahreszeit am Nachmittag gegen 17 Uhr alles in ein pinkliches Licht gehüllt hat und für uns damit perfekt war, um das ein oder andere Foto zu machen.

Bunkers – El Carmel

Was für uns auch dazu gehörte, war eine Fahrt zum „Bunkers – El Carmel“. Vor allen Dingen Jugendliche treffen sich hier in Vielzahl, um in gemütlicher Runde das ein oder andere alkoholische Getränk zu sich zu nehmen. Wir haben dort oben einfach nur die wunderschöne Aussicht über Barcelona genossen. Und übrigens: Da wir zwischenzeitlich Angst hatten, dass es von der Zeit her alles nicht ganz klappt, sind wir mit dem Taxi für 9€ hochgefahren.

“The Kiss of Freedom”

Zwischendrin gab es auch noch einen Besuch an der „The Kiss of Freedom“-Wand. Dabei hat der Künstler Fontcuberta derart viele Bilder zusammen gestellt, die insgesamt das Foto eines Kusses ergeben. Wunderschön! Allerdings aufgrund der Lichtverhältnisse nicht empfehlenswert gegen 12 Uhr anzuschauen.

Essen in Barcelona

Bei all den vielen Sehenswürdigkeiten und Fotospots, die wir angeschaut haben (insgesamt sind wir am Tag laut meinem Schrittzähler immer um die 26‘000 Schritte gelaufen), mussten wir uns selbstverständlich auch stärken. Hier einige Foodspots, die wir dabei aufgesucht haben:

Brunch&Cake

Da vielfach gehypt, wollten wir unbedingt in eines der insgesamt vier „Brunch and Cake“ gehen. Doof nur, dass am 01.Januar nur eines davon geöffnet hatte. Viel Zeit verbrachten wir daher damit erst einmal rauszufinden, welches geöffnet sei. Als wir es schließlich gefunden haben, hatten wir leider keine Zeit mehr, uns in der Menschenschlange anzustellen, um es auszuprobieren. Schade!

Flax&Kale

Das Flax&Kale bietet eine große Auswahl an leckeren Gerichten, die alle sehr frisch sind. Leider konnten wir kein richtiges „Abendessen“ dort finden. Zum Frühstücken aber mit Sicherheit eine große Empfehlung!

The Benedict BCN

Beim „The Benedict“ waren wir frühstücken. Die Auswahl an herzhaften Sachen wird jeden Fleischesser und klassischen „Englisch Breakfaster“ höher schlagen lassen. Mit einer Acai Bowl für mich und einem French Toast für meine Freundin, waren wir beide zufrieden gestellt und konnten es uns schmecken lassen.

La Taberna de Lesseps

Für ein Mittagessen hat es uns in ein kleines Restaurant verschlagen. Dieses befand sich etwas versteckt, weiter weg vom Zentrum und wir mussten dafür ein Treppe runter in den Keller gehen. Gelohnt hat sich dies alle male: Kleine Tapas, einheimisches Flair und faire Preise. Wir waren begeistert.

Essen am Silvesterabend

Für den Silvesterabend waren wir in einem der vielen Restaurants auf der „La Rambla“. Reservieren ist dabei nicht notwendig, Platz findet man immer. Die Preise für eine große Paella war mit um die 15€ gut vertretbar. Achtung allerdings bei der Bestellung der Getränke. Ich hatte mir eine Cola, meine Freundin einen Sangria bestellt. Bekommen haben wir unsere Getränke jeweils in einem 1 Liter Krug. Der Sangria kostete dabei stolze 19,90€. Für meine Cola habe ich 9,90€ bezahlt.

Silvesterabend feiern in Barcelona

Für den Silvesterabend hatten wir bereits von Deutschland aus Karten in dem Freilichtmuseum „Poble Espanyol“ gekauft. Umso früher ihr mit dem Kauf der Karten dran seid, umso günstiger sind diese. Ab 40€ bekommt man dabei die zwölf Trauben, die traditionell mit den zwölf Glockenschlägen an Silvester gegessen werden sollen, sowie vier Freigetränke.

Sehr begeistert waren wir dabei auch von der Musik und der gesamten Stimmung. Zuvor lohnt es sich definitiv auf dem Placa Espanya das Feuerwerk zu bestaunen.

Ich hoffe ihr konntet durch meinen Blogpost ein paar Eindrücke und Inspirationen bekommen! Ich freue mich über eure Erfahrungen, Fragen und Kommentare!

Alles Liebe,

Eure Mella

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