Was ich gerne gewusst hätte, bevor ich Mama wurde…

Neugeborenen Edition

1. Ein Baby lässt sich nicht einfach so ablegen

Egal wie viel Grad es hat, bei Mama auf dem Arm ist es immer am Schönsten.

Kinderwagen? Stubenwagen? Bett? Alles doof. Zumindest für unsere Kleine. Sie schläft nämlich tatsächlich am liebsten auf Mamas Arm, wahlweise auch auf Papas. Egal, Hauptsache mit nahem Körperkontakt zu einer nahen Bezugsperson. Niemals hätte ich gedacht, dass ich in der Zeit nach der Geburt fast 24/7 mit einem Baby im Arm rumlaufen werde. Ein Baby möchte gerne viel Nähe. Diese Nähe braucht es auch, um seine Sicherheit und damit weiter gefasst sein Überleben zu garantieren. Anders formuliert: Ist Mama nicht da, bedeutet dies, kein Essen und damit keine Grundlage zum Überleben. Daher wollte unsere Kleine gerade in der Anfangszeit nur nah getragen werden und das am besten den ganzen Tag. Doof nur, dass Mama auch mal was Essen muss oder auf die Toilette gehen sollte…

2. Es stimmt, was alle sagen: Mach noch einmal etwas für dich!

Klar! Das steht in jedem guten Ratgeber, aber so ganz glauben wollte ich es nicht. Schließlich war die Vorfreude irgendwann auch einfach zu groß! Ich konnte es kaum erwarten endlich mein Kind in den Armen zu halten und es kennen zu lernen. Ich konnte mir auch nicht vorstellen, wie viel Zeit und Energie ein Baby braucht.

Zeit für sich selbst ist allerdings oft sehr rar und sollte daher vor der Geburt unbedingt noch mal ausgereizt werden! Was ich zum Beispiel am meisten vermisse und davor selbstverständlich für mich war: ganz gemütlich und in Ruhe zu essen. Das bringt mich direkt zum nächsten Punkt…

3. Vorbereitung ist alles

Essen genießen ist leider nicht immer so einfach. Manchmal muss man schnell sein… und gut vorbereitet

Mit einem Baby werden die kleinsten Dinge auf einmal zu einer großen Herausforderung: Gemütlich morgens frühstücken? Sich mittags etwas zu essen machen? Wenn das Baby Hunger hat, einen Wachstumsschub durchläuft oder gerade mal wieder nicht abgelegt werden will, werden bereits diese Dinge zur großen Herausforderung! Da kommt das frühere gemütliche Essen einem wie Luxus vor! Daher ist es besonders wichtig nach dem richtigen Timing zu schauen und dann zu essen, wenn es möglich ist oder vorbereitet zu sein, z.B. durch Vorkochen. Aber auch bereits zum Ende der Schwangerschaft den Nestbautrieb auszunutzen, um alles gut vorzubereiten, damit sowohl der Partner als auch man selbst nicht in Stress kommt, ist wertvoll!

4. Auf einmal sind alle Experten

Als ich Mama geworden bin, war ich vor allem eins: unsicher! Ich hatte davor keine Berührungspunkte mit Babies. Woher sollte ich wissen, wann die Kleine Hunger hat? Wann sie müde ist? Was sie braucht? Ich musste erst einmal mein Kind kennen lernen, bevor ich mit anderen in Austausch gehen konnte. Noch mehr verunsichert hat mich daher, dass auf einmal alle besser Bescheid wussten, als ich selbst. Da kam es häufig vor, dass wir uns anhören konnten: “Ihr nehmt sie viel zu früh hoch”, “Ihr verwöhnt eure Kleine viel zu sehr!”, “Sollte sie nicht eigentlich so und so getragen werden?”,…. Für mich war es irgendwann wichtig folgende Haltung zu entwickeln: Danke, dass du dir Sorgen machst, aber es ist mein Kind, ich bin mit meinem Kind den ganzen Tag lang zusammen und deswegen bin ICH der Experte und sonst niemand.

5. Mit dem Partner über die gegenseitigen Vorstellungen sprechen

Ich hatte in meiner Schwangerschaft noch keine Ahnung, was mit einem Baby alles auf mich zukommen würde. Am besten spürbar war dies für mich, als ich mit meinem Freund das erste Mal nach der Geburt der Kleinen Essen war. Als wir zum Auto gelaufen sind, haben wir zum ersten Mal wieder Händchen gehalten. Das war ein sehr schönes, wenngleich auch ungewohntes Gefühl, weil ich bis dato gar nicht bemerkt hatte, wie sehr mir diese kleinen Gesten im Alltag mit Baby fehlen. Da ein Baby die Beziehung auf ganz neue und ungewohnte Art und Weise fordert, ist es wichtig, immer wieder in Austausch mit dem Partner zu gehen. Kai und ich haben daher auch fest eingeplant mindestens einmal im Monat eine “Date Night” zu machen, um Zeit auch mal nur zu zweit genießen zu können… Und anschließend ist die Freude auf die Kleine wieder umso größer!

Creme war in der Anfangszeit des Stillens ein sehr wertvoller Begleiter!

6. Stillen schmerzt zu Beginn!

Um ehrlich zu sein, konnte ich mir zu Beginn nicht einmal im Ansatz vorstellen, dass ich Stillen schön finden könnte! Es schmerzte mir sogar sehr! Durch verschiedene Möglichkeiten und mithilfe der Hebamme wurden die Schmerzen allerdings im Verlauf immer geringer bis sie ganz verschwanden. Mehr zu unserer Stillgeschichte werdet ihr schon bald in einem separaten Blogpost zu lesen bekommen.

7. Eigene Kindheit

Durch die Geburt meiner Tochter merkte ich sehr schnell wie sehr ich meine eigene Kindheit noch einmal durchlebte. Längst vergessene Ereignisse kamen wieder in meine Erinnerung. Ich erinnerte mich, wie manche Dinge in meiner Kindheit gehandhabt worden sind oder wie ich das erste Mal im Europa-Park gewesen bin. Ich habe das Gefühl, dass mein inneres Kind durch meine Tochter wieder ein Stück näher gekommen ist.

Hinterlasst mir in den Kommentaren gerne, was ihr gerne gewusst hättet, bevor ihr ein Kind bekommen habt.

Ein Gedanke zu „Was ich gerne gewusst hätte, bevor ich Mama wurde…“

  1. Ich bin zwar erst 22 und noch einige Jahre davon entfernt, selbst ein Kind zu bekommen (hoffentlich so ca. 5-6 Jahre :D). Aber ich finde es super spannend, von deinen Erfahrungen zu lesen. Punkt 4 kann ich mir so gut vorstellen. Ist doch auch auf Social Media so. Wenn jemand schwanger ist/ein Kind bekommen hat, weiß auf einmal jeder alles besser. Lese dann öfter solche Schlaumeier-Kommentare und rege mich darüber auf 😀

    Viele liebe Grüße,
    Krissi von the marquise diamond
    https://www.themarquisediamond.de/

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